Die 80er Jahre Frisur



Auffallen um jeden Preis – die 80er Jahre Frisur war bunt und wild. Hohe und breite Mähnen der Damen sowie die legendäre Vokuhila der Herren prägten das Bild dieser Zeit. Frei nach dem Motto „Erlaubt ist, was gefällt!“ wurde die 80er Jahre Frisur toupiert, gekreppt und ausrasiert. Die Haarpracht war Ausdruck des Strebens nach der Befreiung von beschränkenden Konventionen und ein Zeichen der Selbstfindung.

80er Frisur

Wild und voluminös: Löwenmähne und Föhnfrisur

Frauen mochten ihre 80er Jahre Frisur pompös und ungezähmt – Favorit war die Löwenmähne. Recht war alles, was nicht elegant und brav aussah. Dabei standen Locken im Mittelpunkt. Eine Alternative waren Wellen, die mit einem Kreppeisen gezaubert wurden. Viele trugen ihre gigantische Haarpracht zu einem Zopf gebunden. Ebenfalls gerne gesehen waren Föhnfrisuren. Die 80er Jahre Frisur eroberte sogar dünnes Haar, indem diesem durch Dauerwellen, Haarteile oder Toupieren ein enormes Volumen verliehen wurde. Unmengen Haarspray und Gel kamen zum Einsatz. Nicht nur der Umfang der Haarpracht zog alle Blicke auf sich, sondern auch Haargummis und Spangen in grellen Farben. Weiterer Hingucker war die gefärbte 80er Jahre Frisur: das Deckhaar blond, die unteren Haare dunkel.

80er Haarschnitt

Perfekte Form: die kurze 80er Jahre Frisur

Einen Kontrast stellten Kurzhaarfrisuren dar, die einen professionelleren Eindruck machten. Mit dem Rasierapparat wurde der Kreativität freien Lauf gelassen. Häufig zu sehen waren ausrasierte Nacken kombiniert mit kurzem Deckhaar. Manche bevorzugten eine im Bogen geschnittene Nackenlinie. Diese 80er Jahre Frisur stand Menschen mit geraden Nackenlinien und glattem Haar. Doch auch Personen mit unregelmäßigem Nacken und Naturwelle wählten diese Variante, was zu einer der Styling-Sünden der 80er Jahre führte. Zur kurzen 80er Jahre Frisur gehörte oft ein Pony. Dünne Ponys bedeckten die Stirn bis zur Mitte der Augenbrauen. War der Pony die längste Partie, reichte er bis zur Nase oder weiter.

Vokuhila versus Popper

Männer schockierten die Konservativen der 70er mit Vokuhilas. Der Begriff steht für „Vorne kurz, hinten lang“. Sie ließen sich die Frontpartie kurz schneiden, während die Haare hinten lang blieben. Einen Gegensatz bildeten die eher braven Popper-Frisuren. Hierbei kämmten die Herren ihre vorne längeren Haare zu einem akkuraten Seitenscheitel, am Nacken und seitlich wurde ausrasiert. Mit der Zeit setzte sich auch bei dieser 80er Jahre Frisur das Färben durch – nicht selten mit zwei Farben. Popper wurden mit glatten oder lockigen Haaren getragen, wobei die Locken durch eine Dauerwelle zustande kamen, da bei aller Rebellion der 80er Jahre Lockenwickler im Badezimmerschrank der Herren nichts zu suchen hatten.

80er Jahre Haarschnitt

Provokation pur: Spikes und Punks

Ein Extrem der 80er Jahre waren die Spikes und Punks, deren oberstes Ziel es war, sich gegen gesellschaftliche Normen aufzulehnen. Sie wollten gegen starre Konventionen und sinnlose Regeln rebellieren. Dabei war ihnen frisurentechnisch jedes Mittel Recht, um ihre Mitmenschen zu schocken. Besonders beliebt waren Irokesenschnitte in knalligen Farben. Je extravaganter die Form und je leuchtender die Farbe, desto besser. Die 80er Jahre Frisur der Spikes und Punks war stachelig – sie strahlte Power und Durchsetzungskraft aus. Viel Gel und Haarspray brachte Halt in die Haare, die mal kurz und breit, mal hoch in den 80ern für jede Menge Aufsehen sorgten.

80er Jahre Frisuren